Kiezatlas
↓ Funktionalität
↓ Flexibilität
→ Dokumentation
→ Download
Kiezatlas ist eine Anwendung der DeepaMehta Plattform.
Kiezatlas ist ein geographisches Content Management System.
Datenbankinhalte werden automatisch in vorhandenes Kartenmaterial "eingeblendet".
Kiezatlas unterscheidet zwischen 3 Arten von Benutzern:
-
Websurfer rufen unter www.kiezatlas.de Informationen über soziale Einrichtungen und Geschäfte ab (Abb. 1-3).
Einrichtungen werden auf verschiedene Arten gefunden:
- Name
- Kategorie
- Art des Angebots
- Alter der Zielgruppe
- Geographisch
Bisher liegt der Berliner Kiez "Schöneberg-Nord" vor, weitere Kieze werden folgen.
- Einrichtungen und Geschäfte aktualisieren über einen passwortgeschützten Zugang ihre Angaben selbst (Abb. 4).
- Administratoren plazieren auf beliebigem Kartenmaterial soziale Einrichtungen und Geschäfte (Abb. 5-10).
Aufgaben der Administratoren:
- Anlegen von Kiezen, jeweils Zuordnen einer Bild-Datei
- Plazieren von Einrichtungen auf der Karte, vergeben von Passwörtern
- Auswählen von Kategoriesystemen, z.B. "Altersgruppe"
- Freischalten von Kiezen auf die öffentliche Website
- Ändern von Kategoriesysteme
- Erzeugen weiterer Kategoriesysteme
Kiezatlas funktioniert mit jedem Webbrowser.
Die Administratoren benötigen einen Webbrowser mit Java-Unterstützung.
Abb. 1: Soziale Einrichtungen und Geschäfte lassen sich anhand ihrer Kategorie ein- und ausblenden. Hier werden Einrichtungen der Kategorien "Beratung", "Kinderbetreuung" und "Not" dargestellt. Genausogut lassen sich die anderen Kategoriesysteme "Angebotsart" und "Altersgruppe" heranziehen.
Abb. 2: Zu jeder Einrichtung lassen sich Informationen abrufen.
Abb. 3: Als Grundlage kann jede Art von Bitmap-Kartenmaterial dienen. Hier wird eine Luftbildaufnahme vom Berliner Stadtteil Haselhorst verwendet.
Abb. 4: Einrichtungen und Geschäfte erhalten ein Passwort und können über's Web ihre Angaben selbst aktualisieren.
Abb. 5: Administratoren legen Kieze an. Jedem Kiez wird die Stadtplan-Datei zugeordnet. Außerdem legt der Administrator die Kategoriesysteme fest, die dem Websurfer für diese Karte zur Verfügung stehen. Für Kiezatlas sind das "Einrichtungskategorie", "Angebotsart" und "Altersgruppe".
Abb. 6: Administratoren legen Einrichtungen an. Einrichtungen können mit der Maus verschoben werden.
Abb. 7: Ein Tooltip zeigt alle Einrichtungen an, die sich in der Nähe des Mauscursors befinden. Mehrfaches Klicken selektiert die Einrichtungen nacheinander.
|
Abb. 8: Damit eine Einrichtung nicht versehentlich verschoben wird, muß erst eine Verriegelung aufgehoben werden.
|
Abb. 9: Sämtliche Kiezatlas-Daten werden als semantisches Netzwerk aus Topics und Assoziationen gespeichert. Hier ist gerade der Topic "Internetwerkstatt Netti" (Typ Einrichtung) ausgewählt. Eine Assoziation zum Topic "Reinhilde Godulla" (Typ Person) definiert den Ansprechpartner. Administratoren können diese Topipmaps direkt manipulieren, z.B. Einrichtungskategorien anlegen und löschen. Zukünftige Anwendungen können das gleiche Netzwerk benutzen und weitere Topics und Assoziationen hinzufügen.
Abb. 10: Das Anwendungsmodell ist selbst Teil des semantischen Netzwerks (Abb. 9). Die Kiezatlas Anwendung besteht aus 6 Topic-Typen: Stadtplan, Einrichtung, Träger, Kategorie, Angebotsart und Altersgruppe (obere Hälfte). Die Kiezatlas-Typen werden auf vorhandene Basis-Typen (untere Hälfte) aufgebaut. Administratoren haben Zugriff auf das Anwendungsmodell und können es ändern. Z.B. kann zu einer Einrichtung ein weiteres Feld "Anzahl der Lehrstellen" angelegt werden, welches sofort zur Verfügung steht.
Die Kiezatlas Software basiert auf dem Open Source Projekt DeepaMehta. DeepaMehta ist eine Software Plattform für Wissensmanagement. In einem "gemeinsamen Gedächtnis" werden Informationen als semantisches Netzwerk abgelegt und verarbeitet. Das Netzwerk besteht aus Themen (Topics) und Beziehungen zwischen Themen (Associations). Alles kann ein Topic sein, z.B. eine Person, ein Bericht oder ein Stadtteil. Arbeitsgruppen bestimmen ihre Begriffe selbst. Die grafische Benutzeroberfläche kombiniert Eigenschaften von Mind Maps / Concept Maps (Abb. 9, 10, 12) um den Wissenserwerb und die Merkfähigkeit zu unterstützen. Es lassen sich auch gewöhnliche Web-Oberflächen erzeugen (Abb. 1-4). Für Programmierer steht ein Framework für die Entwicklung von spezifischen Anwendungen, z.B. Kiezatlas, zur Verfügung.
DeepaMehta Anwendungen sind flexibel:
- Die Benutzerrollen sind nicht festgelegt. Entsprechend seiner Rolle erhält jeder Benutzer eine individuelle Arbeitsumgebung und entsprechende Zugriffsmöglichkeiten. Welche und wieviele Benutzerrollen es gibt, hängt vom jeweiligen Einsatzbereich ab.
- Das Anwendungsmodell ist variablel. Die Datendefinition erfolgt interaktiv (Abb. 10). Jedem Topic-Typ kann eine Java-Klasse hinterlegt werden, die anwendungsspezifische Funktionalität implementiert.
- Es können verschiedene Frontends benutzt werden, z.B. Grafischer Java Client oder Web Interface.
- Die Datenquellen sind variabel. Topics können manuell angelegt werden oder Daten aus vorhandenen Datenquellen repräsentieren. Somit lassen sich verschiedene Datenbestände miteinander verknüpfen.
DeepaMehta Website: www.deepamehta.de.
Abb. 11: Die DeepaMehta Softwarearchitektur ist modular aufgebaut und stellt dem Anwendungsprogrammierer eine umfassende Infrastruktur zur Verfügung.
Abb. 12: Die Arbeitsgruppen, ihre Themen und Mitglieder, sowie deren Rollen sind selbst Teil des semantischen Netzwerks (Abb. 9, 10). Z.B. operiert die Arbeitsgruppe "Baulückenmanagement" mit den 4 Begriffen Stadtplan, Grundstück, Block und Standort (Topic-Typen) und hat die 2 Mitglieder "nagel" und "nelius".
Abb. 13: DeepaMehta könnte dahingehend erweitert werden, daß Topics beliebige Umrisse haben können. Aufgrund statistischer Daten könnten automatisch Karten generiert werden, wie hier die Verteilung der sozialen Schichten in Berlin.
Jörg Richter jri@freenet.de |
4.1.2005 |