Derzeit ist der Einsatz von Computern meistens von Problemen begleitet, die die Produktivität blockieren. Die meisten Probleme enstehen durch unflexible und unergonomische Software, und dadurch, daß der durchschnittliche Anwender mit der Installationen und Konfiguration des Systems überfordert ist. Insgesamt ist es die Kluft zwischen Mensch und Maschine, die derzeit noch ziemlich groß ist.
DeepaMehta versucht diese Kluft wesentlich zu verkleinern. DeepaMehta ist eine Software-Architektur, die alle Ebenen der Informationsverarbeitung einschließt:
Die Speicherung sämtlicher Information erfolgt serverseitig und ist transparent für den Anwender -- der Anwender braucht niemals etwas zu speichern, für ihn bleibt einfach alles da! Das Klicken durch Verzeichnishierarchien und das Ausdenken von Dateinamen entfallen.
Vorhandene Datenquellen und Dokumente sind voll in DeepaMehta integriert.
Das DeepaMehta-Datenmodell ist anwendungsunabhängig.
DeepaMehta-Anwendungen werden auf Serverseite ausgeführt, d.h. daß außer der DeepaMehta-Clientsoftware keine Anwendungen auf den Computern der Anwender installiert werden müssen. DeepaMehta-Anwendungen werden vom Administrator des DeepaMehta-Servers installiert und stehen potentiell jedem Anwender zur Verfügung -- die Administration der Client-Rechner entfällt. DeepaMehta-Anwendungen präsentieren sich dem Anwender einfach als weitere Objekttypen, Beziehungstypen und Vorgänge -- das aufwendige Erlernen neuer Anwendungen entfällt. Zum Bearbeiten der Dokumente können herkömmliche clientseitig installierte Anwendungen (z.B. Word, Excel) weiterhin benutzt werden.
Zum effizienten Entwickeln von DeepaMehta-Anwendungen stellt DeepaMehta Softwareentwicklern das ActiveTopic-Application-Framework zur Verfügung.
Der DeepaMehta-Desktop präsentiert Objekte, Beziehungen und Vorgänge, die der Anwender von seinem persönlichen Arbeitsumfeld her kennt. Die Art und Weise, wie DeepaMehta Informationen präsentiert und mit dem Anwender agiert, ist anwendungsunabhängig, d.h. daß der Anwender nicht umlernen muß, wenn sich sein Arbeitsumfeld ändert.
Der Anwender führt alle Vorgänge direkt auf dem Desktop aus, das Starten von Anwendungen entfällt -- Anwendungen werden als solche vom Anwender garnicht wahrgenommen. Es gibt auch keine Fenster, keine Menüleisten, keine Dialogboxen, also auch keine Datei-Auswahlboxen und keine Alert-Boxen.
In DeepaMehta können alle Informationsobjekte (Personen, Projekte, ...) beliebig miteinander in Beziehung gesetzt werden. DeepaMehta speichert alle Informationsobjekte und Beziehungen an einem zentralen Ort, dem sog. Firmengedächtnis (engl. Corporate Memory). Potentiell steht das gesamte Firmengedächtnis jeden Anwender zur Verfügung. DeepaMehta bildet somit eine Grundlage für effektives Knowledge Management. Eine wichtige Zugriffsart auf das Firmengedächtnis ist das Navigieren entlang der Objekt-Beziehungen. Beim Navigieren entsteht eine persönliche Sicht auf den Ausschnitt des Firmengedächtnis, den der Anwender gerade interssiert.
Die einheitliche Art, wie DeepaMehta Sichten auf das Firmengedächtnis dem Anwender präsentiert basiert auf dem Prinzip von Mind Maps / Concept Maps. Das sind Methoden zur Strukturierung und Visualierung von Ideen/Konzepten. Mind Maps (Kognitive Karten) und Concept Maps (Begriffsnetze) sind effektive Denkwerkzeuge, weil grafische Repräsentationen Menschen beim Denken helfen. Die Vorteile dieser Methoden kommen bei DeepaMehta's Art Informationen zu visualisieren zum Tragen. Mind Maps / Concept Maps sind auch der Einprägsamkeit und Wiederabrufbarkeit förderlich und unterstützen somit den Anwender dabei, aus Information Wissen zu bilden.
DeepaMehta unterstützt auch Brainstorming- und Ideenfindungsprozesse, indem der Anwender jederzeit neue Informationsobjekte erstellen kann, und sie mit vorhandenen Objekten beliebig verknüpfen kann. Der Anwender kann jederzeit individuelle Sichten erstellen bzw. vorhandene Sichten ergänzen oder umarrangieren. Neue Objekttypen (z.B. Firma, Mitarbeiter, Schulung) und Beziehungstypen (z.B. ist-Mitarbeiter, nimmt-teil, veranstaltet) können jederzeit definiert werden.
Sichten können an andere Anwender bzw. Arbeitsgruppen kommuniziert werden.
Das Grundprinzip der DeepaMehta-Bediedung kann in 20 Minuten erlernt werden.
DeepaMehta kann auf jedem Computer benutzt werden.
Zusammengefaßt ist DeepaMehta
[DeepaMehta setzt Topic Maps auf verschiedenen Ebenen ein. Außer zur Repräsentierung und Visualisierung von Information benutzt DeepaMehta Topic Maps auch, um Aktivität bzw. Prozesse zu kapseln. In DeepaMehta gibt es "aktive" Topics, die neben statischem Wissen auch prozedurales Wissen repräsentieren. Die aktiven Topics können auf Topic Maps operieren (etwa neue Topics und Verknüpfungen erzeugen), externe Datenquellen hinzuziehen und mit dem Anwender interagieren. Weiterhin benutzt DeepaMehta Topic Maps als Datendefinitions-Formalismus und zur Konfiguration der Anwenderschnittstelle.]
| 22.3.2001, Jörg Richter | jri@freenet.de |